GUNTRAMSDORFER WEINBAU GESCHICHTE

Alte Geschichten, Bilder und Videos

GRAFIK - FOTO der JAKOBITAGE Guntramsdorf

Foto oben: Fotoscan (100 Jahre Weinbauverein Guntramsdorf)

WEINBAU GUNTRAMSDORF

Guntramsdorfer Weinbau seit 1120

Guntramsdorf wird in alten Urkunden immer wieder in Verbindung mit Weingärten genannt. Sicher ist, dass die Römer den Weinbau in unsere Gegend gebracht haben. Sie schätzten nicht nur die warmen Quellen in Baden, sonder pflanzten auch Reben in den kalkreichen, sandigen Boden der Thermenlinie die von rauen Winden durch den Anninger geschützt werden. Die älteste Urkunde mit der ersten Erwähnung des Weinbaues in Guntramsdorf ist von Bischof Ulrich von Passau (1092-1121). Dieser erhielt laut einer Passauer Urkunde einen Teil eines Weingartens in Guntramsdorf.

1552 bekommt die Marktgemeinde von Rudolf II. ein Marktwappen, in dem auf einem grünen Fels ein stilisierter Weinstock zu sehen ist. Dadurch wird die Bedeutung des Weinbaues in Guntramsdorf schon im 16. Jahrhundert bekundet.

Foto oben: Weinbau nach altem Schlag um die Jahrhundertwende

Die Geschichte des Weinbauvereins ab 1900

Damaliger Obmann Karl Mahr, dessen Kellerwirtschaft als eine Niederöstereichische Beispielskellerei bezeichnet wurde, legte sehr viel Wert auf Qualitätsverbesserung. Die Gemeinde subventionierte die Hauerschaft für den Besuch der Winzerschule in Gumpoldskirchen. So reiften in den Kellern immer mehr und mehr Qualitätsweine. die Weine von Karl Mahr wurden sogar in Amerika getrunken und mit vielen Preisen ausgezeichnet.

Um die Heurigen in Guntramsdorf bekannt zu machen wurden vom Weinbauverein immer wieder neue Aktivitäten gesetzt. So wurde zum Beispiel am Aschermittwoch 1933 zu einer billigen Vergnügungsfahrt mit der Aspangbahn zum „Heurigen“ in Guntramsdorf geladen. Die steigende Bekanntheit des Guntramsdorfer Qualitätsweines war vorprogrammiert!

Es wurden nicht nur die Weine verbessert, sondern auch die Schanklokale. Gab es früher sogenannte „Leutgeben“ wo ein Zimmer des Hauers für kurze Zeit als Schankstube eingerichtet wurde, so wurde in den 60iger und 70iger Jahren begonnen optisch ansprechende und zum verweilen einladende Heurigenlokale zu bauen.

Foto oben: Bezirksweinkost Mödling ca. 1936

Weinfest Vorbereitungen Ende der 1960er

Bereits in den 60er Jahren wurden ständig Weinfeste abgehalten und so der Grundstein für die Jakobitage geschaffen, welche dann 1973 vom Weinbauverein und dem damaligen Bürgermeister und Ehrenbürger Mokra beschlossen wurden.

Quellennachweis:
Online Genusswinzer.at
100 Jahre Weinbauverein Guntramsdorf (Melwisch)